Wissen entscheidet

Informationsmanagement als strategische Herausforderung

Wissen entscheidet header image 1

Tagungsdokumentation und Austausch zu “Wissen Entscheidet 2.0″

Juli 15th, 2009 · Keine Kommentare

In diesen Minuten beginnt die Tagung “Wissen Entscheidet 2.0″, einer Kooperationsveranstaltung des Diakonie.Kolleg, Herzogsägmühle und der KU Eichstätt.

Begrüßung und Einführung durch Dr. Jörg Kruttschnitt, Vorstand Diakonisches Werk Bayern (Audiomitschnitt)

Impulsreferat „Wissenskommunikation in Organisationen“
Prof. Dr. Heinz Mandl, Fakultät für Psychologie und Pädagogik, Ludwig-Maximilians-Universität München (Audiomitschnitt)

WS1: Informationen erfolgreich „destillieren“
Prof. Helmut Kreidenweis, Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt; Iris Röthig

WS2: „Gewusst wer!“ – Tools und Prozesse zur Wissensvernetzung
Andreas Kurz, Herzogsägmühle; Claudia Lehnerer, Diakonie.Kolleg. Bayern

WS3: Informiert entscheiden – richtig entscheiden!? – Methoden der Entscheidungsvorbereitung
Jörg Waste, Herzogsägmühle; Johannes Woithon, Consolutions GmbH & Co. KG

Für alle Teilnehmer der Tagung stehen geschlossene, virtuelle Diskussionsräume unter www.equali.net bereit. Während der Tagung werden Sie Ihren Zugang erhalten, wir freuen uns auf spannende Diskussionen, auch über die Tagung hinaus.

Wer nicht an der Tagung teilnehmen konnte, aber dennoch am Thema bzw. am Austausch zum Thema interessiert ist, kann die Kommentarfunktion hier im Weblog nutzen.

Wir wünschen allen anregende Stunden und danken schon jetzt für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Beiträge zu einer erfolgreichen Tagung “Wissen Entscheidet 2.0″.

→ Keine KommentareTags: Allgemein · Tagung 2009

Wissen Entscheidet 2.0

März 27th, 2009 · Keine Kommentare

Wissen entscheidet –
Mit Informationen vernetzen,
führen und entscheiden

15. Juli 2009, Nürnberg, Tagungshaus Eckstein

Information und Wissen sind zentrale Grundlagen für das Management sozialer und kirchlicher Einrichtungen wie für die konkrete soziale Arbeit vor Ort. Doch nur selten wird der Umgang damit bewusst geplant und gesteuert.

Das Diakonische Werk Bayern, Herzogsägmühle und die Professur für Sozialinformatik an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt greifen diese Entwicklung auf und bieten Möglichkeiten des Austausches und der Kooperation in Form einer Tagung sowie einer digitalen Plattform an.

Den Impulsen einer Vorgängerveranstaltung im Juli 2008 folgend zeigt diese Fachtagung konkrete Wege und Methoden auf, um die Ressourcen Information und Wissen im Führungsalltag effektiv nutzbar zu machen. Ziel ist es, Produktivitätsreserven zu heben und die Wettbewerbsfähigkeit im Sozialmarkt zu verbessern.
Auf die Tagung aufbauende Angebote stellen die Verbindung zur Umsetzung in den einzelnen Organisationen her und schaffen die notwendige Nachhaltigkeit.

Nutzen

  • Sie entwickeln einen schärferen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Führung, Information und Wissen und die damit verbundenen strategischen Herausforderungen
  • Sie identifizieren den konkreten Handlungsbedarf in Ihrer Organisation
  • Sie lernen konkrete Lösungsansätze und Umsetzungsmethoden kennen und können diese bereits während der Tagung praktisch erproben

Herzliche Einladung!

→ Keine KommentareTags: Allgemein

Abschlussrunde der Tagung 2008 mit allen Experten

Juli 9th, 2008 · 2 Kommentare

Zum Abschluss der Tagung hatten alle Experten nochmal die Chance auf ein abschließendes Fazit, ausserdem gab es nochmal Rückmeldungen aus dem Publikum. Fr. Röthig moderierte auch diese Runde.

Hr. Kreidenweis konstatiert eine zu geringe Vernetzung in der “Szene” und hat die Erfahrung, dass viele Träger “das Rad neu erfinden”.

Hr. Kruttschnitt sieht als nächsten Schritt die Planung einer weiteren Fachtagung zum Thema, um “dran” zu bleiben. Beispielhaft nennt er die Plattform des diakonischen Werks Bayern, die auch für die Fachverbände entwickelt wurde und lädt zur Nutzung ein. Weiter sagt er dennoch, dass sich auch die IT den diakonischen Zielen unterzuordnen hat.

Hr. Waste bestätigt dies, fordert aber Anleitung von Verbandsseite, damit sich die IT adäquat ausrichten kann.

Hr. Woithon erklärt, dass im Sozialmarkt eine Standardisierung kulturell recht schwer umzusetzen ist, da sich eine Kultur der Individualität besonders stark ausgeprägt hat. Ein Verstehen, dass Standardisierung im Feld des Informationsmanagement Individualität unterstützen kann, muss erst einsetzen. Er gibt aber eine gute Prognose, da der Sozialmarkt schon immer auf Anforderungen gut reagieren konnte.

Hr. Schindler wirbt dafür, den großen Bruder und IT-Systeme, die immer auch Kontrolle und Macht zumindest ermöglichen, auf seinen tönernen Füssen auch immer wieder auf Augenhöhe zu holen und auf dieser zu diskutieren.

Ein Wunsch aus dem Teilnehmerkreis nach Unterstützung auf Verbandsebene wurde deutlich. Als Beispiel wurde die Umsetzung des neuen CI genannt, welches gut vorbereitet Schritt für Schritt eingeführt wurde. So könnte es auch zum Thema Informationsmanagement Schemata und Handreichungen geben, um insbesondere kleine Träger dabei zu unterstützen.

Hr. Kruttschnitt bedankt sich abschließend noch für die souveräne Moderation bei Fr. Iris Röthig, natürlich mit Nürnberger Lebkuchen - sozusagen dem ICE-kompatiblen Blumenstrauss.

→ 2 KommentareTags: Tagung 2008

Die Workshops

Juli 9th, 2008 · Keine Kommentare

Leider konnten nicht alle Workshops aufgezeichnet werden, alle Referenten stellten jedoch dankenswerterweisse ihre Handouts zur Verfügung.

Workshop1: Andreas Kurz, Jörg Waste, Herausforderung Praxis

Workshop2: Wolfgang Schindler, Herausforderung Ethik, Audio (geringe Qualität, da kein Sprecher-Mikrofon!)

Workshop3: Johannes Woithon, Herausforderung Management

→ Keine KommentareTags: Tagung 2008

Impuls: Warum die Diakonie Informationsmanagement braucht

Juli 9th, 2008 · Keine Kommentare

Dr. Jörg Kruttschnitt, Vorstand des Diakonischen Werks in Bayern, führt engagiert in die Informationsarbeit der Diakonie ein.

Nur wenn die Hintergrundbasis, das Wissen, die Abstimmungsprozesse unter den Mitarbeitern stimmt, kann das, was uns als Diakonie eigentlich wichtig ist - die Arbeit am Menschen - funktionieren.

Der Impuls als MP3 zum Download.

→ Keine KommentareTags: Tagung 2008

Workshop-Vorstellungen

Juli 9th, 2008 · Keine Kommentare

Bevor es in die Mittagspause ging, stellten die Workshopleiter noch ihre Themen vor:

Herausforderung Praxis: Planung, Einführung und Betrieb einer Wissensmanagement-Plattform


→ Keine KommentareTags: Tagung 2008

Wissen entscheidet - Wie steuern Führungskräfte Informationsflüsse strategisch?

Juli 9th, 2008 · Keine Kommentare

Jochen Ehrenreich, Vorstandsreferent der Führungsakademie für Kirche und Diakonie aus Berlin, referiert zur Strategie für Entscheider.

Ein Text von Henning Luther zum Thema “Identität und Fragment” stimmt zum Thema ein.

Ehrenreich macht die Komplexität von Unternehmen und deren Managementaufgaben deutlich, auch am Beispiel des neuen St.Galler-Management-Modells.

Viele Beispiele aus Diakonie (diakonie-wissen.de) und verschiedener Träger (z.B. ein Unternehmens-Wiki in der Diakonie Michaelshoven und auch die Cardio-Card am Universitätsspital in Basel) machen die Bandbreite an Wissens- und Informationsmanagement-Bestrebungen deutlich.

Zwischenfazit zu den unterschiedlichen Projekten: sehr unterschiedlicher Charakter der Projekte, Modewort “Wissensmanagement” wird am Projektziel konkret; Entdeckungs- und Erkundungsprozesse führen zur (vorläufig) optimalen Lösung; “Lebende Systeme”, d.h. eine fortlaufende Aktualisierung und Weiterentwicklung und der dabei geführte Diskussionsprozess wird Teil der Unternehmenskultur

Agile Methoden werden beschrieben, d.h. eine Software wird bewusst eingeschränkt und unfertig entwickelt und im Prozess mit dem Anwender oder Kunden optimiert und weiter entwickelt. Dies hat den Vorteil der Beteiligung der Anwender, alle Änderungen sind umkehrbar, falls sie sich nicht bewähren, kollaborative Zusammenarbeit ist notwendig und wird so zum gewohnten Vorgehen, Tests werden nicht Ausnahme sondern integraler Bestandteil der Entwicklung.

Vorteile beim Einsatz agiler Methoden: Positive Risikostruktur, gemeinsames Lernen in den Projektrollen, Berücksichtigung der Komplexität und Dynamik des Lernens und die Anwendbarkeit auf Lebensbereiche jenseits der Softwareentwicklung.

Zum Abschluss noch das Theologische Cockpit, entwickelt durch den ehemaligen Leiter der Führungsakademie, Prof. Haas - sichtbar in der Präsentation.

Die Präsentation zum Referat zum Download.
Der Vortrag als mp3 (33 MB) zum Download.

→ Keine KommentareTags: Tagung 2008

Know-How, Personal, Technik - Wie stellen sich Einrichtungen und Verbände den Herausforderungen?

Juli 9th, 2008 · 1 Kommentar

Prof. Helmut Kreidenweis referiert zur Taktik im Bereich Informationsmanagement, versucht den Blick, nach den eher detailierten Ausführungen von Hr. Hoffmann, nochmals von oben auf das Thema zu lenken.

Begriffsklärung Information: 3-Teilung in Maschine in Form von Daten, Medium in Form von Informationen und Mensch in Form von Wissen - Informationen sind also Daten mit Kontextbezug und dienen einem konkreten Zweck.

Begriffsklärung Informationsmanagement: Ein geplanter und strukturierter Umgang mit der Ressource Information innerhalb einer Organisation - so weit, so simpel - bei genauerem Hinschauen wird jedoch deutlich, das der gezielte Umgang mit Informationen, deren Vorhaltung, zugänglich machen und auch das löschen nicht mehr aktueller Daten häufig nicht so geplant ist, wie es wünschenswert wäre

Die größten Herausforderungen: von aussen: Komplexe Informationsanforderungen und Beschleunigte Informationsströme und Technische Systeme, die es zu erfüllen gilt. Die Herausforderungen von innen: Qualitätsmanagement, Ambulantisierung und Diversifizierung und eine fortschreitende Ressourcenverknappung.

Bisherige Lösungsstrategien waren mehr Menschen und Meetings, Strategie der 70er und 80er Jahre, was heute kaum mehr möglich ist. Weitere Strategie war oder ist: Mehr Technik, was aber nicht automatisch zu mehr Qualität und Effizienz führt. Eine Strategie, die es auch schon immer gab: Mehr nichts tun und aussitzen, welche erstmal bequem scheint. Ein Informationsmanagement findet ja eh immer irgendwie statt und das Fehlen eines solchen fällt erstmal nicht unbedingt auf.

An welchen Schrauben gilt es also zu drehen, um das Thema, das erstmal kein “Muss-”, sondern eher ein “Kann-” oder “Soll-”Thema ist, voranzutreiben?

  • Know-How
  • Personal
  • Technik

Die Ziele: Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge am richtigen Ort. Sehr wichtig ist es auch, ein Informationsgleichgewicht herzustellen - nicht jeder MA braucht jede Information.

Informationsmanagement ist kein technisch lösbares Problem - Technik kann aber unterstützen, wenn sie Informationsprozesse abbildet, Dokumente verwalten und archivieren kann und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verbessert.

Zum Personal, wer macht´s also? Einen Informationsmanager braucht es aus Hr. Kreidenweiss´ Warte erstmal nicht, insbesondere zur Einführung wäre es Aufgabe eines Projekt-Teams. Später, nach dem Start, sollte es als Querschnittsaufgabe im Regelbetrieb wahrgenommen werden und in vielen Köpfen verankert sein. Dennoch kann bei großen Einrichtungen ein zentraler Koordinator und Ansprechpartner Sinn machen.

Start small, think big! ist Hr. Kreidenweiss´ Empfehlung zum Ende seines ausführlichen Referats.

Die Präsentation zum Referat zum Download hier als PDF.
Der Vortrag als mp3 (45 MB) zum Download.

→ 1 KommentarTags: Tagung 2008

eM@W - Wie die Bundesagentur Informationsmanagement mit ihren Partnern gestaltet

Juli 9th, 2008 · 2 Kommentare

Hr. Frank Hoffmann von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg referiert über das Umsetzungsprojekt der BA, der elektronischen Maßnahmenentwicklung.

eM@w ist eine Plattform, die den Datenaustausch zwischen den Agenturen für Arbeit und den Bildungsträgern erleichtern soll.

eM@w soll keine anderen Kommunikationswege verhindern, bestimmte Abstimmungsprozesse mit den Bildungsträgern sollen und müssen in Zukunft aber über die Plattform abgewickelt werden.

..wurde als Projekt ins Leben gerufen, von November 2006 bis Ende September 2007, dessen Aufgabe es war, verschiedene Verfahren zusammen zu fassen, elektronische Maßnahmeentwicklungen einzuführen und einen fachlichen Support zu leisten..

BA-interne Ziele sind: Transparenz, Standardisierung der Arbeitsabläufe in den Agenturen, Verbesserung der Maßnahmedurchführung und die Qualitätssicherung

BA-externe Ziele sind: Optimierung der Prozessabläufe und Anpassung der Prozesse der Bildungsträger an Prozesse der Arbeitsagentur, Verbesserung der Durchführungsqualität und Verbesserung des Ressourceneinsatzes beim Bildungsträger

Die Verankerung der Qualitätsstandards ist insbesondere im Bereich der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen schon weit fort geschritten.

Bei den Verdingungsunterlagen wurden auch technische Spezifikationen und Verträge festgelegt, die eine standardisierte Kommunikation (per XML-Schnittstelle direkt mit dem Bildungsträger bzw. dessen Provider) zwischen Agentur und Bildungsträger ermöglichen und sicherstellen.

Die Erfahrungen zur elektronischen Maßnahmenentwicklung: Das Echo ist geteilt, in Agenturen wird, wie bei jedem neuen Prozess, eine Umstellung nur bedingt begeistert angenommen. Dennoch werden sowohl die Agenturen als auch Bildungsträger mittelfristig nicht an der eM@W vorbei kommen, so Frank Hoffmann.

Kritische Nachfragen zum Abschluss des Vortrags, sowohl zur Beteiligung der Anbieter und Bildungsträger als auch zu Kosten auf Bildungsträgerseite, wörtlich im Podcast.

Die Präsentation zum Vortrag gibt es hier als PDF.
Den Vortrag zum Nachhören als mp3 (35 MB) finden Sie hier.

→ 2 KommentareTags: Tagung 2008

Wissen entscheidet - eröffnet durch Iris Röthig

Juli 9th, 2008 · Keine Kommentare

Iris Röthig, Chefredakteurin von Wohlfahrt Intern und Moderatorin des heutigen Tages, eröffnet die Fachtagung und macht die Themen des Tages klar.

Schnittstellenarbeit, Wissen abrufbereit zur Verfügung stellen, Aufbau eines Informationsmanagement um Wettbewerbsfähig zu sein oder zu bleiben werden die Themen des Tages sein, beleuchtet aus Theorie und Praxis. Auch Raum für Diskussionen und Austausch werden zur Verfügung stehen.

→ Keine KommentareTags: Tagung 2008