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Informationsmanagement als strategische Herausforderung

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eM@W - Wie die Bundesagentur Informationsmanagement mit ihren Partnern gestaltet

Juli 9th, 2008 · 2 Comments

Hr. Frank Hoffmann von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg referiert über das Umsetzungsprojekt der BA, der elektronischen Maßnahmenentwicklung.

eM@w ist eine Plattform, die den Datenaustausch zwischen den Agenturen für Arbeit und den Bildungsträgern erleichtern soll.

eM@w soll keine anderen Kommunikationswege verhindern, bestimmte Abstimmungsprozesse mit den Bildungsträgern sollen und müssen in Zukunft aber über die Plattform abgewickelt werden.

..wurde als Projekt ins Leben gerufen, von November 2006 bis Ende September 2007, dessen Aufgabe es war, verschiedene Verfahren zusammen zu fassen, elektronische Maßnahmeentwicklungen einzuführen und einen fachlichen Support zu leisten..

BA-interne Ziele sind: Transparenz, Standardisierung der Arbeitsabläufe in den Agenturen, Verbesserung der Maßnahmedurchführung und die Qualitätssicherung

BA-externe Ziele sind: Optimierung der Prozessabläufe und Anpassung der Prozesse der Bildungsträger an Prozesse der Arbeitsagentur, Verbesserung der Durchführungsqualität und Verbesserung des Ressourceneinsatzes beim Bildungsträger

Die Verankerung der Qualitätsstandards ist insbesondere im Bereich der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen schon weit fort geschritten.

Bei den Verdingungsunterlagen wurden auch technische Spezifikationen und Verträge festgelegt, die eine standardisierte Kommunikation (per XML-Schnittstelle direkt mit dem Bildungsträger bzw. dessen Provider) zwischen Agentur und Bildungsträger ermöglichen und sicherstellen.

Die Erfahrungen zur elektronischen Maßnahmenentwicklung: Das Echo ist geteilt, in Agenturen wird, wie bei jedem neuen Prozess, eine Umstellung nur bedingt begeistert angenommen. Dennoch werden sowohl die Agenturen als auch Bildungsträger mittelfristig nicht an der eM@W vorbei kommen, so Frank Hoffmann.

Kritische Nachfragen zum Abschluss des Vortrags, sowohl zur Beteiligung der Anbieter und Bildungsträger als auch zu Kosten auf Bildungsträgerseite, wörtlich im Podcast.

Die Präsentation zum Vortrag gibt es hier als PDF.
Den Vortrag zum Nachhören als mp3 (35 MB) finden Sie hier.

Tags: Tagung 2008

2 responses so far ↓

  • 1 Claus Iffläender // Sep 25, 2008 at 15:32

    eMaw ist ein großer Fortschritt wegen seiner Standardisierung. Jetzt muss nur BA und vor allen die örtl. Agenturen genügend Energie aufwenden zu lückenlosen und pünktlichen Einführung ohne Ausnahmen. Dazu gehören sicher auch personelle Ressourcen in Nürnberg.
    Dann haben wir alle (Träger+Agenturen) etwas davon.

  • 2 E. Fileschi // Nov 13, 2008 at 13:08

    Grundsätzlich ist emaw ein sinnvoller Schritt, um die EDV zur Arbeitserleichterung, Verbesserung der Kommunikation usw. zu nutzen.
    Die praktische Umsetzung erfordert selbstverständlich Personaleinsatz, wie Claus Iffläender schon erwähnt.
    Aber auch auf Seiten der Träger wird dafür entsprechender Personaleinsatz notwendig. Konkrete Frage dazu: wer macht diese Arbeit zur Zeit bei den Trägern? Zusätzliche Verwaltungskräfte? Unwahrscheinlich, bei dem Wettbewerb wird immer enger kalkuliert. Ausbilder, Lehrkräfte in den Ausbildungsteams? Bestenfalls ergänzend, wer eine Werkstatt beaufsichtigt oder unterrichtet, kann nicht zugleich längere Zeit am PC arbeiten. Also landet das Ganze bei den Sozialpädagogen, die bereits ohnehin neben ihren originären Aufgaben mit div. allg. Arbeiten bedacht werden und zwangsläufig ein Büroplatz mit PC haben. Wer im Förderprogramm arbeitet, weiss, was ich meine.
    Wie steht emaw dazu? Es wird eine klare Zugangsregelung vorgegeben. Nur die zuständigen Sozialpädagogen kommen an die Datensätze heran. Nur sie können bislang zugeordnet werden als ‘Mitarbeiter’.
    Sieht man sich mal an, wann was alles zu erledigen ist, insbes. auch mit Termin-/Fristvorgaben mit Nachfristen, dann fasst emaw ein deutlich engeres Timing als bisherige Lösungen. Beispiel: bisher 1 Anwesenheitsliste monatlich. emaw: nebst mtl. auch wöchentl. Anwesenheit, Nachfrist für Nachträge: 7 Tage. Da die Azubis im Förderprogramm ‘etwas häufiger’ Probleme haben, ihre Angelegenheiten zu regeln, ist der Ärger vorprogrammiert. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die 10 Tage später abgegeben wird, führt nicht automatisch zu einem Einbehaltungsrecht (auch wenn die BAfA dies ihrerseits so geregelt hat). Wie bei vielen anderen Fragen sehe auch da eine arbeitsrechtliche Frage im Raum stehen. Zudem wird durch derartiges Timing nicht nur der Azubi sondern auch das Ausbildungsteam bzw. die Sozialpädagogen zeitlich unter Druck gesetzt. Also nicht erneut erinnern sondern Hausbesuch, wenn es schnell gehen soll. Andernfalls, wenn Vergütung abgezogen wird - wen sprechen die Azubis dann an, wenn sie mit dem restl. Geld nicht klarkommen? Die Sozialpädagogen, logisch.
    Dies ist nur ein Beispiel. Mit emaw zu arbeiten, bedeutet, dass man generell wesentlich mehr und engere Fristvorgaben einzuhalten hat. Was bisher noch mehr ‘nebenbei’ erledigt wurde, so, wie es die Zeit gerade zuliess, wird nun durch emaw mit div. Termine/Fristen gehandhabt, so dass es ratsam ist, sich eine Tabelle mit Terminen auszudrucken, damit man die Übersicht behält. Das bedeutet aber auch, dass diese Arbeiten nicht mehr bei Gelegenheit erledigt werden sondern umgekehrt die Arbeit durch emaw zumindest zum erheblichen Teil organisiert wird. Insbes. bei Eintritt von Gruppen mit 10, 15 oder mehr Teilnehmern ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen, das beweist mittlerweile die tägliche Praxis.
    Mir scheint, dass der Zeitaufwand unterschätzt wurde und nun erst durch die Praxis erkennbar wird. Dazu zählt auch, was nicht wie geplant läuft und meistens in Handarbeit erledigt werden muss. Beispiel: die Aufnahme lfd. Azubis in emaw. Kommen die Daten von der BAfA/örtl. Arbeitsagentur, ist der Aufwand geringer. Kommen diese Daten nicht, sind sie in eine XML Tabelle einzutragen usw. Besteht keine Möglichkeit, diese Daten aus einer bestehenden Datenbank zu importieren, wird es zeitaufwendig. Dies ist wieder nur ein Beispiel. Es kommen noch div. andere Umsetzungsprobleme (fehlende Datensätze, falsche Zuordnungen, fehlerhafte Daten). Auch das muss, soll das ganze professionell laufen, zeitlich eingeplant werden. Jede Personalabteilung muss Zeit- und somit Personalaufwand planen. Dies fehlt m. E. hier weitgehend, es ist nur von Technik und Kommunikation die Rede, nicht von damit verbundenden Zeit- und Personalbedarf. Dies ist aber unumgänglich, soll das System funktionieren. Mit ‘nebenbei’ ist das nicht mehr zu bewältigen. Klare Zeitplanung, konkrete Aufgabenzuweisung (die die originären Arbeiten nicht blockiert) und auch Vertretungsregelungen mit Zeitbedarf sind hier vonnöten. Sonst werden die Mitarbeiter/innen, die mit ihrem jew. Programm emaw bedienen, regelrecht vor ihrem PC angenagelt.

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